Naomi Inez
GEEN VAARWELToon Hermans Theater Sittard - Laaglandzaal
Magisches Musiktheater, das die oft verborgenen Themen rund um den Femizid sichtbar macht.
In NO VAARWEL zollt die Theatermacherin Naomi Inez ihrer künstlerischen, exzentrischen Mutter und all den Frauen, die ihr Leben durch tödliche Gewalt verloren haben, einen kraftvollen und ergreifenden Tribut. Mit diesem tabubrechenden, musikalischen, dynamischen Solo gibt sie den Stimmlosen eine Stimme, durchbricht Stigmata und macht die oft verborgenen Probleme rund um den Frauenmord sichtbar.
Eine Reise durch verschiedene Altersphasen
NO VAARWEL bietet eine breitere Perspektive auf tödliche Gewalt. Zu diesem Zweck verwebt Naomi in ihrer Performance vier Phasen aus ihrem Leben. Sie blickt zurück auf sich selbst als kleines Mädchen, das hinter dem Klavier sitzt. Sie spricht darüber, wer sie als junge Frau in den Zwanzigern war, als ihre Mutter verschwand. Als junge Mutter, die mit ihrer Tochter spricht, die Fragen zum Tod ihrer Großmutter stellt. Und man sieht sie als Frau in der Gegenwart, nachdem man 27 Jahre später in Hasselt die Polizeiakte gelesen hat. Den Abschluss bilden die hoffnungsvollen Worte aus ihrem Buch Abschied von Picasso, inspiriert von der letzten schriftlichen Botschaft ihrer Mutter an ihre Tochter: "An meine Tochter Ploempje, kein Lebewohl."
Nachwort
Dieses Solo ist roh, zart und eindringlich. Mit eindringlichem Musiktheater zeigt Naomi, wie Kunst heilen kann und wie sie Ihnen helfen kann, Stille in Worte, Musik und Bedeutung zu verwandeln. Nach der Vorstellung organisieren wir ein Nachgespräch unter der Leitung des Kriminologen Gert Jan Slump, bei dem es auch Raum für Fragen und Gedankenaustausch geben wird.
Credits
Drehbuch, Schauspiel, Gesang und Musik: Naomi Inez Wielinga
Aufführung und Musik: Lucie de Saint Vincent Piano
Nachgespräch: Gert Jan Slump
Dramaturgie und Regie: Annemiek Nienhuis, Anke Boerstra
Beleuchtung und Ton: Sylvia de Pinth (Soundhill Studio)
Video-Hommage an die getöteten Frauen: Beeldentemmers
Musik:
Naomi Inez Wielinga, Lucie de Saint Vincent, Nico Philipp Hovius, Gert Jan Slump und Musik von Vaya Con Dios und J.S. Bach