"Bevor uns die Erkenntnis dämmert, ist alles schon verschwunden" - Benjamin Clementine
NDT 1 präsentiert die erste abendfüllende Performance des Choreographen Marcos Morau während schrit_tmacher. GONE lädt Sie ein, in Moraus fantasievolle Welt einzutauchen, in der zeitgenössischer Tanz und physisches Theater zu etwas Surrealem verschmelzen. Inspiriert von der Musik und dem Leben des Komponisten Benjamin Clementine, fordert dieses neue Werk uns auf, uns selbst und einander nicht aus den Augen zu verlieren.
Ein gewagtes Theatererlebnis, das lange in Erinnerung bleiben wird
Marcos Morau ist bekannt für seine visuell beeindruckenden Werke, die sowohl menschlich als auch surreal wirken. Wie in seinen früheren Kreationen für das NDT, z. B. Folkå (2021) und Horses (2024), versteht er es auch in GONE meisterhaft, abstrakte Bewegung mit theatralischen Details zu verbinden. In Zusammenarbeit mit den Tänzern des NDT 1 präsentiert er eine beeindruckende Landschaft mit der visuellen Musik von Benjamin Clementine. Jedes Lied ist wie eine Tür, die sich zu einer Welt öffnet, die sich beschleunigt, zersplittert und sich selbst voller Aufruhr beobachtet. Einsamkeit, Verlust und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit werden in den Körpern der Tänzer sichtbar; nicht als individuelle Geschichten, sondern als eine gemeinsame Wahrheit.
Ein Schrei nach etwas Einfachem und Dringendem: Nähe
Morau stellt in GONE ein gemeinsames Ritual auf der Bühne dar, bei dem wir, solange die Musik erklingt, darauf vertrauen können, dass wir uns miteinander verbinden und zusammenkommen können. Auch wenn unsere Realität etwas anderes zu suggerieren scheint. Moreau: "Wir leben in einer Zeit, in der sich alles schneller bewegt, als wir eigentlich bewältigen können. Aufgrund dieser Geschwindigkeit haben wir manchmal das Gefühl, dass uns etwas Wesentliches entgleitet, ohne dass wir es merken: unsere Fähigkeit zu fühlen, ohne uns ablenken zu lassen. An diesem Punkt setzt mein neues Werk an."